
Bei einer Flexodruckmaschine für Etiketten treten Verwischungen und „Halo-Effekte“ nicht einfach so auf. Sie entstehen zunächst durch kleine Fehlerrückstellungen, die anschließend zu Defekten führen. Meistens liegt das Problem darin, dass die Härte des Materials ungleichmäßig ist – die Spektraldichte ändert sich, die Effizienz des Reflektors sinkt und die maximale Strahlungsintensität variiert von Charge zu Charge. Was man braucht, ist eine UV-Lampe, die eine konstante Energiedichte über die gesamte Breite gewährleistet, damit jede Stelle des Etiketts gleichmäßig gehärtet wird.
Was technisch wichtig ist: UV-Lampen mit Quecksilberdampf liefern genügend Energie, um Photoinitiatoren schnell zu aktivieren – aber nur dann, wenn das elektrische System sowie die Optik dazu geeignet sind. Wir produzieren Lampen für 110 V, 220 V und 380 V, sodass man die Spannung am Anschluss der Druckmaschine entsprechend einstellen kann. Dadurch bleibt die Spannungsabfall gering und die Stabilität des Lichtbogens gewährleistet. Der Reflektor verwendet eine dichroische Beschichtung, um die Wellenlängenverteilung zu regulieren und zu verhindern, dass Wärme auf das Substrat übertragen wird.
Man möchte eine konstante Spektraldichte in der Region von 365 nm – dort erfolgt die Reaktion der Tinten am effektivsten. Zudem sollte die maximale Strahlungsintensität konstant bleiben, damit die Härtung während des richtigen Zeitraums stattfindet – und nicht danach.
Warum das funktioniert: Beim Flexodruck von Etiketten ist es wichtig, dass die Härtung schnell und ohne Verzerrung der feinen Details erfolgt. Eine stabile Lampe sorgt dafür, dass die Härtung gleichmäßig stattfindet. Dadurch können dünne Schichten sowie beschichtetes Papier verwendet werden, ohne dass durch die entstehende Wärme Verzerrungen entstehen. Das Ergebnis sind weniger Nachdrucke, weniger Abfall sowie eine konstante Farbdichte vom ersten bis zum letzten Druck.
Ein paar Dinge, die man beachten muss: Die Installation ist einfach, doch die Lampe muss zum Härtungsmodul passen – was die Länge des Lichtbogens, die Geometrie des Reflektors sowie die Luftzufuhr angeht. Wenn man die Lampe unter der angegebenen Spannung betreibt, verkürzt sich ihre Lebensdauer und die Spektraldichte ändert sich. Planen Sie die Stromversorgung so, dass der Spannungsabfall unter Kontrolle bleibt. Zudem sollte man auf Ozon verzichten, wenn die Härtungskammer fest verschlossen ist.