
In einer Lackierlinie für Automobile addieren sich jede Minute, die man damit verbringt zu warten, bis die Lösungsmittel verdampft sind und die Lacke fest werden, schnell. Am Ende der Woche sind das bereits viele Stunden Verlustzeit. Konvektionsöfen und IR-Heizsysteme helfen zwar dabei, die Produktivität zu erhöhen – doch man muss weiterhin mit Wärmestress auf empfindlichen Untergründen kämpfen. Wenn man dieses Warten durch einen einzigen Behandlungszyklus ersetzt, kann eine geeignete UV-Lampe dafür sorgen.
Was technisch wichtig ist: Wir haben diese Lampe um eine Hochdruck-Quecksilberdampflampe entwickelt. Die Spektralstrahlung dieser Lampe erreicht ihren Höhepunkt bei 365 nm und bleibt in einem Bereich von 385–405 nm stark. Dieser Bereich entspricht dem Absorptionsprofil der Photoinitiatoren in Lacken, Grundbeschichtungen und Imprägniermitteln – dadurch beginnt die Photopolymyrisierung schnell. Die maximale Strahlungsintensität beträgt 12 W/cm². Dank eines hochreflektierenden Dichroitikreflektors wird an der Oberfläche eine Intensität von über 1.500 mJ/cm² erreicht. Dadurch erfolgt eine sofortige Aushärtung der Oberfläche – außerdem wird ein ausreichend tiefer Eindringt in den Lack erreicht, sodass eine vollständige Vernetzung stattfindet – selbst bei einer Dicke von 60–80 μm.
Der Startvorgang ist sofort möglich, die Leistung stabilisiert sich innerhalb weniger Sekunden. Die Lebensdauer der Lampe beträgt 2.000 Stunden, wobei der Leistungsverlust unter 8 % liegt. Das System arbeitet ozonfrei und kann mit herkömmlicher Industriestromversorgung sowie Kühlung betrieben werden.
Warum es für die Produktion geeignet ist: Bei der Automobillackierung benötigt man eine schnelle, gleichmäßige und reproduzierbare Aushärtung – ohne dass Plastiken verformt oder Metalle beschädigt werden. Diese Lampe liefert genau die richtige UV-Energie, um in Sekundenschnelle eine Vernetzung herbeizuführen. Dadurch kann man lange Wartezeiten vermeiden und die Produktionszeit verkürzen. Das Ergebnis ist eine gleichmäßig ausgehärtete Oberfläche – egal ob es sich um Türblätter oder Motorhauben handelt. Die Oberfläche ist anschließend sofort bereit für das Schleifen und Zusammenbauen.
Der Energieverbrauch sinkt, da die Aushärtung nur dann stattfindet, wenn sie wirklich benötigt wird. Zudem wird die Wartung erschwert, da die Lampe im Einklang mit der Arbeit der Maschine arbeitet – und nicht nach einer festgelegten Zeit.
Praktische Details: Die Installation besteht darin, den Reflektor richtig auszurichten und eine konstante Luftzirkulation über der Lampe und dem Schalter sicherzustellen. Die Oberflächentemperatur steigt nur gering an – doch die Leistung der Lampe bleibt hoch. Es ist wichtig, die Integrität des Reflektors zu überprüfen und die Schutzmechanismen in Ordnung zu halten. Die Kompatibilität hängt von der Breite der Lackiermaschine, der Produktionsgeschwindigkeit sowie dem Aushärtungsvorgang ab. Deshalb muss die Leistung der Lampe sowie ihre Spektralstrahlung auf die Eigenschaften der verwendeten Photoinitiatoren abgestimmt werden.
Falls man pigmentierte oder dicke Lacke verwendet, sollte man zunächst einen Test durchführen, um die Energiedichte über die gesamte Breite zu überprüfen.