
Warum Galliumiodid der Schlüssel zu einer besseren UV-Druckqualität ist
Haben Sie schon einmal mit einem Druckjob zu tun gehabt, bei dem die Oberfläche perfekt aussah – doch sobald man sie berührte, rutschte die Tinte sofort ab? Das ist das sogenannte „Skinning-Effekt“. Dieser Effekt tritt auf, weil herkömmliche Quecksilberlampen nicht in die dicken Schichten der Tinte eindringen können. Sie treffen auf die Oberfläche und hören dort auf zu funktionieren.
Doch genau da kommt Galliumiodid ins Spiel. Anstelle von Kurzwellenlicht strahlen diese Lampen längere Wellen aus. Man kann sich das wie eine tiefere Penetrationskraft vorstellen. Wenn man mit schweren Pigmenten oder dicken Tintenschichten arbeitet, ist das genau das, was man braucht. Die Lampe trocknet nicht nur die Oberfläche, sondern lässt die Tinte auch von unten aus aushärten – sodass sie wirklich am Substrat haftet.
Kein „Kauf-zur-Hand“-Unsinn
Die meisten UV-Systeme sind für riesige Fabriken konzipiert – nicht für echte Druckbetriebe. Ich habe schon zu viele Betriebe gesehen, die viel Geld in solche Systeme investiert haben, die kaum in ihren Räumen Platz finden und außerdem die Hälfte ihrer Leistung verschwenden.
Wir machen es anders. Wir verkaufen Ihnen nicht einfach nur eine Lampe – wir betrachten zunächst die Geschwindigkeit des Transportbands sowie die Dicke der Tinte. Anschließend bauen wir eine Lampe, die genau zu Ihren Bedürfnissen passt. Egal, ob Sie eine spezielle Länge oder eine bestimmte Leistung benötigen – wir sorgen dafür, dass alles perfekt zusammenpasst. Wir achten auch sehr auf die Toleranzen der Elektroden. Warum? Weil niemand eine Lampe haben will, die bereits nach drei Monaten kaputtgeht.
Der Nachteil – und wie man damit umgeht
Es gibt allerdings einen Haken: Diese Lampen erzeugen viel Wärme. Sehr viel sogar. Man kann sie nicht einfach anschließen und vergessen. Wenn die Kühllüfter schwach sind oder das Wasserkühlsystem nicht ausreichend leistungsstark ist, wird es Probleme geben. Entweder verformen sich die Materialien oder das Quarzkern der Lampe zerbricht durch thermische Belastung.
Der Trick besteht darin, die Leistung der Lampe mit der Geschwindigkeit des Transportbands in Einklang zu bringen. Wenn das klappt, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, wird die Tinte entweder nicht richtig aushärten oder das PET- und Textilmaterial wird schmelzen. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem – doch sobald man dieses gefunden hat, ist die Druckqualität enorm verbessert.